Europäische Vernetzungskonferenz

Europa schreitet bei der Batteriezellfertigung voran
Europäische Vernetzungskonferenz zur Batteriezellfertigung eröffnet

 

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Heute startet die Europäische Konferenz zur Batteriezellfertigung, die das Bundesministerium für
Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft durchführt. Akteure
aus Industrie, Forschung und Politik treffen sich vom 24. bis 27. November 2020 online, um sich
über Entwicklungen im Bereich der Batterien auszutauschen und länderübergreifende Kooperationen
voranzubringen. Im Zentrum der Veranstaltung stehen die beiden „Important Projects of Common
European Interest“ (IPCEIs) im Bereich Batterien. In den beiden Projekten arbeiten über 60
Unternehmen aus ganz Europa zusammen, um Innovationen voranzutreiben und neue Wertschöpfung
aufzubauen.
An der Konferenz nehmen auch der Vizepräsident der Europäischen Kommission Maroš Šefčovič, die
französische Vize-Ministerin für Industrie Agnes Pannier-Runacher sowie der italienische Minister
für Wirtschaftliche Entwicklung Stefano Patuanelli teil. Die Konferenz kann im Livestream verfolgt
werden.
Bundesminister Peter Altmaier: „Wir wollen, dass in Europa eine geschlossene Wertschöpfungskette
für Batteriezellen entsteht: von der Aufbereitung der Rohstoffe über die Batteriezellfertigung bis
zum Recycling. Mit knapp drei Milliarden Euro fördert das Bundeswirtschaftsministerium daher die
deutschen Projekte innerhalb der beiden Batterie-IPCEIs. Zukünftig sollen die innovativsten und
umweltfreundlichsten Batteriezellen aus Europa kommen und zehntausende Arbeitsplätze entlang der
Wertschöpfungskette entstehen. So können die Batterie-Projekte zur Blaupause für andere europäische
Industrievorhaben werden, zum Beispiel bei Wasserstoff.“
Vizepräsident Maroš Šefčovič: „Mit mehr als 500 Beteiligten aus der Industrie ist die europäische
Batterieallianz in gerade einmal drei Jahren zu einem durchschlagenden Erfolg geworden. Sie hat
Europa zu einem globalen Zentrum für Batterietechnik gemacht und zeigt damit, was wir durch
strategische Autonomie in dieser Schlüsselindustrie erreichen können. Dies wurde dank wirklicher
Zusammenarbeit mit einem wirklichen Bekenntnis aller Beteiligten, darunter den Mitgliedstaaten,
möglich. Deutschland, Frankreich und Italien sind weiterhin die treibenden Kräfte dieser
Bemühungen. Die Kommission konzentriert sich aktuell auf die Vorlage einer neuen, zukunftssicheren
Batterienverordnung sowie auf den Abschluss des zweiten ambitionierten IPCEI. Eine
wettbewerbsfähige, innovative und nachhaltige europäische Wertschöpfungskette im Bereich der
Batterien wird auch einen Beitrag zur Sicherung der Zukunft unserer Automobilindustrie leisten, wie
auch zur allgemeinen wirtschaftlichen Erholung.“
Minister Patuanelli: „Wir haben heute eine klarere gemeinsame Vision von einer
Batterie-Wertschöpfungskette entwickelt, die effizient, Teil der Kreislaufwirtschaft und
verantwortungsbewusst ist und die erheblich dazu beitragen kann, die notwendige Entwicklung von
Produktionsparadigmen für eine nachhaltige Dekarbonisierung zu katalysieren. Auch dank des
vorausschauenden Handelns der amtierenden deutschen Ratspräsidentschaft nähern wir uns im Moment
konkret der Umsetzung einer neuen und angemesseneren industriellen Vision. Im Rahmen von Next
Generation, IPCEI und nationalen Instrumenten ist Italien dazu bereit, die für die Umsetzung der
grünen und digitalen Wende in die Realität erforderlichen Projekte zu unterstützen.“
Vize-Ministerin Pannier-Runacher: „Die Europäische Batterieallianz verkörpert das, was Europa
erreichen kann, wenn es pragmatisch und geschlossen handelt und ehrgeizige Ziele verfolgt. Diese
Initiative zeigt, wie europäische Mitgliedstaaten gemeinsam die strategische und technologische
Souveränität der EU stärken und eine nachhaltigere und klimafreundlichere Industrie schaffen
können. Wir haben vor drei Jahren mit einer deutsch-französischen Initiative begonnen und sind nun
im Begriff, ein zweites IPCEI mit mehr als zehn Ländern zu beschließen, um einen wettbewerbsfähigen
Batteriesektor aufzubauen. Wir sollten unsere Zusammenarbeit im Industriesektor nun auf weitere für
die Zukunft Europas strategische Bereiche wie Wasserstoff, Cloud oder KI ausweiten.“
Das erste Batterie-IPCEI ist mit 7 EU-Mitgliedstaaten und 17 teilnehmenden europäischen Unternehmen
bereits beihilferechtlich genehmigt. Das zweite Batterie-IPCEI mit 12 teilnehmenden Mitgliedstaaten
und rund 50 Unternehmen liegt der Europäischen Kommission zur beihilferechtlichen Genehmigung vor.
Die Europäische Konferenz zur Batteriezellfertigung legt einen besonderen Fokus auf die Themen
Nachhaltigkeit, Qualifizierung und Innovation. Podiumsdiskussionen und Fachforen erlauben vertiefte
Diskussionen und einen Erfahrungsaustausch mit Expert*innen aus dem europäischen Gesamtumfeld
nachhaltig produzierter Lithium-Ionen Batterien.

 

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https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2020/11/20201124-europa-schreitet-bei-der-batteriezellfertigung-voran.html

 

 

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